Die 7. Saxoniade ist Geschichte und kann für Musikanten, Zuschauer und Organisatoren
als voller Erfolg verbucht werden. Viele Gäste machten regen Gebrauch von den
einzelnen Veranstaltungen des internationalen Festivals und trugen mit ihrer Begeisterung
und ihrem Applaus zum Gelingen bei. Ein ganz besonderes Highlight war auf jeden
Fall wieder die große "Musikschau der Nationen", bei der alle teilnehmenden
Orchester auf dem Altmarkt in Hohenstein-E. aufmarschierten, gemeinsam spielten
und sich auch einzeln dem Publikum mit einem Stück präsentierten. Aber
erwähnt werden soll auch die Preisverleihung auf dem Pfaffenberg.
Besonders für die Orchester war dieser Abend mit Spannung verbunden, denn erst
dort erfuhren sie, ob ihre Vorbereitung auf das Wertungsprogramm intensiv genug
und erfolgreich war. Die Bernsdorfer starteten auch zur diesjährigen Saxoniade
wieder in der höchsten Leistungsstufe - übrigens als einzigstes Orchester.
Trotzdem war es für unser JBO ein "Härtetest", denn bei der Saxoniade
geht es ja bekanntlich nicht um Platzierungen, sondern um Prädikate und Preise.
Aber das angespannte, z.T. nervenaufreibende Proben im Vorfeld hatte sich gelohnt,
Musiker und Dirigent waren zu Höchstform aufgelaufen: Das JBO Bernsdorf wurde
mit dem Prädikat "Mit Auszeichnung bestanden" geehrt und erhielt ein "Goldenes
Diplom". Doch nicht nur das Wertungsprogramm war erfolgreich. Das Orchester konnte
sich gemeinsam mit seinen Majoretten von der Musikschule Cheb über einen Sonderpreis
für die beste Musikschau freuen. Traditionell klang das Festival mit einem
großen Konzert bei uns in der Bernsdorfer Naherholung aus. Sechs der insgesamt
acht Orchester gestalteten vor einer imposanten Zuschauerkulisse und bei herrlichstem
Wetter ein dreistündiges Blasmusikfeuerwerk, für das sie reichlich mit
Applaus belohnt wurden. Der Besuch dieser Abschlussveranstaltung war kostenlos,
aber dennoch gaben viele freiwillig etwas in die "Spendentuba" und damit den ausländigen
Orchestern einen z. T. sehr nötig gebrauchten Geldbetrag mit auf die Reise.
Wer weiß, vielleicht entscheiden sich einige Orchester nicht nur wegen des
rundum gut organisierten Musiktreffens, sondern auch wegen dieser kleinen Geste
der Freundschaft für eine erneute Teilnahme an der Saxoniade.
Sabine Kühnert
Keine Frage, den Bulgaren hat's zur Saxoniade gut gefallen. Das Gemeindejugendblasorchester
aus Trojan war zum ersten Mal dabei und hat sich auch gleich in seiner Kategorie
Unterstufe ein Goldenes Diplom erspielt. In Callenberg, ihrer Gastgebergemeinde
zogen sie gestern Vormittag noch einmal alle Register und bedankten sich mit den
Titeln ihrer Wertungsspiele samt dem Auftritt der kurzberockten Majoretten mit einem
Konzert
Unter den Zuhörer war auch ein Hohenstein-Ernstthaler, Komponist Horst Häupl.
Nicht nur, dass zwei Stücke von ihm während der Saxoniade gespielt worden
waren - er schenkte dem Orchester einige seiner Noten, die er für verschiedene
Instrumente geschrieben hatte.
Auch eine Überraschung hatten die bulgarischen Musiker parat: Mit einem kurzen
musikalischen Ständchen gratulierten sie Marita Lindner, Gemeinderätin
und zugleich Betreuerin der Orchesters während der Saxoniade, zum Geburtstag.
Übernachtet hatte das Orchester in der Turnhalle. Problemlos, denn Callenberg
war nicht zum ersten Mal Gastgebergemeinde während einer Saxoniade. Abreise
war gestern Abend für die aus Trojan - was etwa vier Stunden von Vorna und
zwei Stunden von Sofia entfernt liegt - kommenden Musiker noch nicht angesagt. Bürgermeister
Jürgen Lindner kündigte an, dass man sich am Abend noch mit einem kleinen
Fest verabschieden wolle.
Acht Orchester aus Bulgarien, Polen, Ungarn, Litauen, Russland, der Slowakei und
aus Deutschland nahmen an den vergangenen vier Tagen an dem Festival für Jugendblasorchester
teil. Hohenstein-Ernstthals Oberbürgermeister Erich Homilius, der die Orchester
am Freitag in ihrer Landessprache begrüßt hatte, sah darum im verbindenden
Gedanken des Festivals auch ein "Signal für die Osterweiterung der Europäischen
Union im Mai kommenden Jahres". Und Lob gab es auch von Vize-Regierungspräsident
Christian Wehner: "Wer hätte gedacht, dass sich dieses Festival zu solch einer
Tradition entwickeln würde."
Glücklich war auch Eveline Rittmüller, Mitarbeiterin des Organisationsbüros:
"Es lief alles planmäßig, schon die Anreise lief wie ein Uhrwerk. Die
ersten waren am Freitag um 7 Uhr da, die letzten pünktlich 11 Uhr." Zur Eröffnungsveranstaltung
am Donnerstagabend in Zwickau, wo die Big Band der Bundeswehr spielte, sei eine
super Stimmung gewesen. Zweimal konnte nach den Wertungsspielen ein goldenes Diplom
vergeben werden: In der Kategorie Unterstufe an das JBO Trojan und in der Höchststufe
an das JBO Bernsdorf. Letzteres holte sich auch noch den Sonderpreis "Beste Show
mir Majoretten".
Drei Tage lang Blasmusik pur gab es in und um Hohenstein-Ernstthal zu erleben. Die
nunmehr 7. Saxoniade brachte acht Jugendblasorchester aus sieben Nationen in die
Region. Einer der Höhepunkte war die Musikschau der Nationen auf dem Altmarkt.
Durch das dichte Spalier der vielen Besucher zogen die am Wettbewerb teilnehmenden
Orchester über die Dresdner Straße auf den Marktplatz. Dort stellten
sich die Klangkörper mit einem Kurzprogramm vor. Das Highlight was das gemeinsame
Musizieren. Zum Auftakt gab es den Steigermarsch, dirigiert von Wolfgang Uhlig,
dem Leiter des Jugendblasorchesters Bernsdorf. Freitags und Samstags fanden in
der Glauchauer Sachsenlandhalle die Wertungsspiele statt. In vier Kategorien traten die
Jugendblasorchester an, wobei Pflicht ebenso gespielt werden mussten wie ein Wahltitel.
Die Juroren vergaben zwei Goldene Diplome. Das erste ging an das Orchester aus dem
bulgarischen Trojan in der Unterstufe. Das Goldene Diplom in der Höchststufe
erhielt das Jugendblasorchester Bernsdorf, welches als einziges Jugendblasorchester
der Region an der Saxoniade teilnahm. Die Bernsdorfer erhielten auch einen der beiden
Sonderpreise für die beste Show mit Majoretten. Die Übergabe erfolgte
am Samstagabend auf dem Pfaffenberg. Am Sonntag standen mehrere Dankeschön-Konzerte
in den gastgebenden Kommunen sowie der Ausklang der Saxoniade im Bernsdorfer Naherholungsgebiet
auf dem Programm.
Fast kein Durchkommen war gestern zeitweise auf der Hohenstein-Ernstthaler Schulstraße,
als die ersten Teilnehmer der 7. Saxoniade mit ihren Bussen anreisten. Heute bestreiten
die ersten vier Orchester in der Sachsenlandhalle in Glauchau ihre Wertungsspiele
(Beginn 10 Uhr, Ende gegen 12.30 Uhr). Heute Abend 19 Uhr treten alle acht teilnehmenden
Klangkörper und Majoretten gemeinsam auf - zur Musikschau auf dem Hohenstein-Ernstthaler
Altmarkt. Morgen folgen weitere Wertungsspiele, darunter um 11.30 Uhr für das JBO
Bernsdorf. 18.30 Uhr werden auf dem Pfaffenberg die Preise verliehen. Dankeschönkonzerte
in der Region Hohenstein-Ernstthal gibt es heute 10.30 Uhr auf dem Parkdeck durch
das JBO Kosice und am Sonntag 10.30 Uhr auf dem Dorfplatz Callenberg durch das JBO
Trojan. Traditionell erfolgt der "Heitere Ausklang" der Saxoniade am Sonntag 15
Uhr im Naherholungsgebiet Bernsdorf